Verkehrssicherheit

Vision Zero ist das Leitmotiv der Verkehrssicherheitsarbeit des Landes Sachsen-Anhalt. Die Landesregierung verfolgt das Ziel, die Anzahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten so weit wie möglich zu reduzieren. Bis 2020 soll die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent und die Zahl der Schwerverletzten um 20 Prozent gegenüber 2010 sinken. Für die Umsetzung hat das Landeskabinett 2017 erstmals ein Verkehrssicherheitsprogramm beschlossen.

Mutter mit Kindern auf Zebrastreifen

Verkehrssicherheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die zu den wichtigsten Maßnahmen auf dem Gebiet der Verkehrspolitik zählt. Verkehrssicherheitsarbeit zielt auf Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer aller Altersgruppen. Einen Schwerpunkt der Bemühungen bilden dabei beispielsweise Fußgänger Radfahrer und Kinder, aber auch die Teilnehmer, von denen eine erhöhte Gefährdung ausgeht.

Mit ihrem Verkehrssicherheitsprogramm legt die Landesregierung den Grundstein für eine lebenslange und sichere Mobilität. Es soll eine Kultur der gegenseitigen Rücksichtnahme und des verantwortungsbewussten Umgangs miteinander gefördert werden.

Handlungsfelder Mensch, Verkehrswege, Fahrzeugtechnik

Vision Zero stellt den Menschen in den Mittelpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit. „Vision Zero“ ist ein englischsprachiger Ausdruck und heißt übersetzt: „Vision null“. Null steht dabei für das Ziel, das mit dem Programm erreicht werden soll: möglichst wenig Personenschäden und Unfälle – im besten Fall keine. Aus Vision Zero folgen zwei Kernforderungen: Erstens muss Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine möglichst barrierefreie Teilnahme am Verkehr ermöglicht werden. Zweitens muss das System Straßenverkehr so an den Menschen angepasst werden, dass Tote und Schwerverletzte im Straßenverkehr vermieden werden. Dafür hat das Land Sachsen-Anhalt drei Handlungsfelder ausgemacht: den Menschen, die Verkehrswege und die Fahrzeugtechnik.

Eine sichere Teilnahme am Verkehr setzt voraus, dass die Verkehrsregeln bekannt sind und beachtet werden. Daher muss stets für sicheres Verhalten im Straßenverkehr geworben werden, um das Thema Verkehrssicherheit im Bewusstsein der Menschen zu halten. Aber auch praktische Aktionen zur Verkehrserziehung sind bedeutsam. Hier gilt es Eltern, Schulen, Betriebe, Gemeinden, Behörden, Organisationen und ehrenamtliche Helfer bei ihrer verantwortungsvollen Rolle zu unterstützen. Eine wichtige Rolle spielt im Handlungsfeld „Mensch“ auch die Verkehrsüberwachung.

Mit Blick auf die Straßengestaltung müssen Fahrerinnen und Fahrer erkennen können, welches Fahrverhalten und welche Geschwindigkeit von ihnen erwartet werden. Die Straßeninfrastruktur sollte ausreichend Sicherheitsreserven bieten, damit nach einem Fehler die Kontrolle über das Fahrzeug wiedererlangt und ein Unfall möglichst vermieden wird.

Erhebliche Fortschritte in der Fahrzeugtechnik haben die aktive und passive Fahrzeugsicherheit in den vergangenen Jahren wesentlich erhöht. Sicherheitsgewinne durch Assistenz- und kooperative Fahrzeugsysteme sind auch weiterhin absehbar. Der gezielte Einsatz dieser Systeme bleibt unverzichtbar, gleichen sie doch Fahrfehler aus und helfen, komplexe Situationen besser zu bewältigen.

     Meldungen

Neues Warnsystem auf Sachsen-Anhalts Autobahnen geht in Betrieb

Minister Thomas Webel

Dessau-Roßlau. In Sachsen-Anhalt wurde ein deutschlandweit bisher einzigartiges System zur Warnung vor Wanderbaustellen auf Autobahnen in Betrieb genommen. „Wir wollen alle Möglichkeiten nutzen, die zu mehr Sicherheit auf unseren Straßen führen“, sagte Landesverkehrsminister Thomas Webel am 05.03.2018 bei der Inbetriebnahme des neuen Arbeitsstellen-Warnsystems Sachsen-Anhalt (AWSA) in Dessau-Roßlau. Mehr erfahren

Erfolgreicher Testbetrieb für Stauinformationssystem

Schilderbrücke an Autobahn

Rippachtal. Die Landesstraßenbaubehörde (LSBB) hat erfolgreich ein neues Verkehrsbeeinflussungssystem an Autobahnen getestet. Ab Mai 2018 sollen dWiSta-Tafeln, elektronische Leitsysteme, in den Regelbetrieb gehen und die Autobahnen A 4, A 9, A 38 und A 71 zu Stoßzeiten entlasten. Angezeigt werden die Stau-Informationen mithilfe von Schilderbrücken an den Autobahnkreuzen Rippachtal in Sachsen-Anhalt und Erfurt in Thüringen. Mehr erfahren

Zum Seitenanfang