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ChemMultimodal

ChemMultimodal fördert den multimodalen Transport von chemischen Gütern. Das INTERREG VB-Projekt koordiniert und erleichtert die Zusammenarbeit zwischen chemischer Industrie, Logistikdienstleistern und Behörden in Mitteleuropa.

ChemModal-Projektwebseite

Hintergrund und Ziele des Projektes

Die chemische Industrie ist ein wichtiger Wirtschaftssektor in Mitteleuropa mit 117 Mrd. EUR Umsatz und 340.000 Beschäftigten. Die Zentren der Produktion sind im Süden Sachsen-Anhalts angesiedelt und bilden das Herz des mitteldeutschen Chemiedreiecks. Die Stärken der chemischen und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Sachsen-Anhalt lassen sich auf die hohen Investitionen, den daraus resultierenden hohen Erneuerungsgrad der Anlagen, die sehr gute Qualifikation der Mitarbeiter und effektive Organisationsformen zurückführen, wie sie zum Beispiel in den Chemieparks gefunden werden. Spitzenreiter ist die Chemieindustrie auch beim Export. Sie sorgt für mehr als ein Fünftel des Auslandsumsatzes der sachsen-anhaltischen Industrie insgesamt, wobei derzeit der Großteil der dazugehörigen Gütertransporte auf LKW abgewickelt wird.

Das Hauptziel des Projektes ChemMultimodal ist die Förderung von multimodalem Transport von chemischen Gütern durch Koordination und Erleichterung der Kooperation zwischen Unternehmen der chemischen Industrie, spezialisierten Logistikdienstleistern, Logistikterminalbetreiber und Behörden in Regionen mit chemischer Industrie in Mitteleuropa. Dabei sollen folgende spezifische Ziele erfüllt werden:

  • Verbesserung der Nachhaltigkeit der Chemielogistik
  • Erhöhung des Multimodalen Transports von Chemiegütern
  • Unterstützung der Kooperation der multimodalen Stakeholder

 

Aktivitäten in Sachsen-Anhalt

Basierend auf einer detaillierten Analyse der Anforderungen zur Förderung von multimodalen Transporten von chemischen Gütern wird das Projektkonsortium Werkzeuge entwickeln, um Unternehmen in der chemischen Industrie sowie deren Logistikdienstleister in ihrer strategischen und operativen Planung zu unterstützen, um somit den Anteil an multimodalen Transporten zu erhöhen. Diese Werkzeuge werden anschließend in sieben Pilotprojekten mit 35 Unternehmen in den beteiligten Ländern getestet um die Verkehrsverlagerung zu unterstützen. Das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr ist verantwortlich für das Pilotprojekt der Region Sachsen-Anhalt.

Darüber hinaus wird in jeder Region ein Weiterbildungsseminar durchgeführt, um den Umgang mit den entwickelten Werkzeugen weiteren 15 Unternehmen anzubieten. Eine gemeinsame europäische Strategie und sechs regionale Maßnahmenpläne, unter anderem für Sachsen-Anhalt, werden entwickelt, um die Aktivitäten auch nach Projektende weiterzuführen.

Projektlaufzeit: Juni 2016 bis Mai 2019

Finanzvolumen: 2,39 Mio. EUR

davon EFRE: 1,95 Mio. EUR

 

Ansprechpartner:

Nadine Doden

Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr

des Landes Sachsen-Anhalt

Trumschanzenstraße 30

39114 Magdeburg

Tel.: +49 391 567 7550

Fax: +49 391 567 7558

E-Mail: nadine.doden(at)mlv.sachsen-anhalt.de

 

Lead-Partner:

Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt

 

Weitere Partner aus Sachsen-Anhalt:

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

isw - Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung, Halle/Saale

Ungarn

IFKA, Budapest

Italien

Provia Novara

Sviluppo Chimica (italienischer Chemieverband)

Slowakei

Verband der Chemischen und Pharmazeutischen Industrie

Tschechien

Region Usti

Verband der Chemischen Industrie (SCHP)

Polen

Polnischer Verband der Chemischen Industrie

Warsaw School of Economics