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Flächenmanagement im Landkreis Mansfeld-Südharz

Der Landkreis Mansfeld-Südharz betreibt seit 2013 ein Geoportal. Die zentrale Aufgabenstellung, die der Landkreis für sich und seine angehörigen Kommunen bewältigen wollte, war die standardisierte, digitale Informationsbereitstellung sowie deren Austausch im Bereich der Bauleitplanung.

Mit dem Geoportal und der Einführung des XPlan-Standards, welcher in 2017 durch den IT-Planungsrat als verbindliches Format beschlossen wurde, konnte der Landkreis bereits frühzeitig seinen Gemeinden und deren Planungsbüros eine moderne und zeitgemäße Plattform zur Verfügung stellen. Auch der Bürger profitiert hiervon, indem er sich neben den Bauleitplanungsdaten auch Informationen zur sozialen Infrastruktur und Daseinsvorsorge in einem Bürgerportal abrufen kann.

Durch die Mehrwertdiskussion zum Geoportal ergab sich relativ schnell die Notwendigkeit, weitere Module in das Portal zu integrieren. Hier nutzte der Landkreis die Ergebnisse des Regionalbudget-Förderprojektes „Regionales Brachflächenkataster für die Planungsregion Harz – RegBrKHarz“. Im darauf aufbauenden Entwicklungskonzept „Interkommunales Flächenmanagement zur Reaktivierung von Flächenpotentialen unter Nutzung von XPlanung“ wurden 2015 die Brachflächen für den gesamten Landkreis in eine webbasierte Datenbankanwendung überführt. Erstmals ergibt sich die Möglichkeit die Daten im Rahmen der Fortschreibung, Aktualisierung sowie Neuaufstellung von Flächennutzungsplänen zu nutzen.

Das ins Geoportal implementierte und über einen geschützten Dienst erreichbare Flächenmanagementmodul bietet Funktionen zur Erfassung, Verwaltung und Visualisierung von Brachflächen und untergenutzten Bereichen an. Über ein Nutzer- und Rechtekonzept entscheidet die Gemeinde als Datenherr, wer die Flächen einsehen und bearbeiten kann. Einfache Exposés unterstützen bei der Vermarktung.

Für ein umfangreiches Flächenmanagement, auch unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen im Land Sachsen-Anhalt, besteht die Möglichkeit die Brachen um Baulücken, Leerstandsobjekte und Nachverdichtungspotentiale zu ergänzen. Im abgeschlossenen Projekt hat sich gezeigt, dass es unerlässlich ist, die Gemeinden in Entwicklungsprozesse frühzeitig einzubinden und im gemeinsamen Dialog zu bleiben.