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Radverkehr in Sachsen-Anhalt

Wege mit dem Fahrrad oder Pedelec zurückzulegen hat viele Vorteile – auch im Alltag: es hält uns fit und gesund und mit null Emissionen entlasten wir das Klima und unsere Städte von Lärm und Staus. Die Landesregierung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung des Radverkehrs in Sachsen-Anhalt zu schaffen. Ebenso vielschichtig wie der Radverkehr in all seinen Facetten sind auch die Aktivitäten der Partner und Akteure, die auf der Landesebene bei dem Thema Radverkehr mitwirken.

Geteilte Verantwortung, gemeinsames Ziel

Das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr ist die zentrale Anlaufstelle zum Thema Radverkehr in Sachsen-Anhalt. Hier werden die strategischen Grundsätze, wie der Landesradverkehrsplan und das Landesradverkehrsnetz erarbeitet und die Ressorts der Landesregierung in Bezug auf den Radverkehr koordiniert. Das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr arbeitet eng mit den nachgeordneten Bereichen, den Kommunen und Institutionen zusammen. Neben der Radverkehrskoordination fällt auch die Planung, der Neubau und die Unterhaltung straßenbegleitender Radwege an Bundes- und Landesstraßen in Sachsen-Anhalt in die Zuständigkeit des Ministeriums.

Die Ausführung der Bauvorhaben für die straßenbegleitenden Radwege an Bundes- und Landesstraßen sowie der Betriebsdienst liegen bei der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt. Insgesamt fünf Regionalbereiche in Stendal, Magdeburg, Dessau-Roßlau, Halle und Halberstadt nehmen vor Ort die Aufgaben für den Bau, den Betrieb und die Unterhaltung von Bundes- und Landesstraßen und der Radwege an diesen übergeordneten Straßen wahr.

Die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH, kurz NASA, ist zu 100 Prozent eine Gesellschaft des Landes Sachsen-Anhalt. Sie plant, bestellt und finanziert im Auftrag des Landes den Schienenpersonennahverkehr für Sachsen-Anhalt und unterstützt darüber hinaus die Aufgabenträger bei der Planung und Finanzierung von Busverkehren im Landesnetz. In dieser Funktion fördert die NASA die Verknüpfung des ÖPNV mit dem Fahrrad durch den Ausbau von Haltestellen über das sogenannte Schnittstellenprogramm und stellt die kostenlose Fahrradmitnahme in Zügen und Bussen des Bahn-Bus-Landesnetzes sicher.

Das Tourismusreferat im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung ist für die grundsätzlichen strategischen und konzeptionellen Fragen zur Entwicklung des Tourismus in Sachsen-Anhalt zuständig – so auch für den Fahrradtourismus. Das Ministerium fördert deshalb die Konzeption und den Ausbau der insgesamt 18 überregionalen touristischen Radrouten und ist für das Wegemanagement und die Beschilderungskonzeption der touristischen Routen verantwortlich. Die Verantwortung für den Bau und die Unterhaltung der Radrouten liegt jeweils bei der Kommune. Im Auftrag des Ministeriums wurde der RadRoutenPlaner Sachsen-Anhalt entwickelt, mit dem Sie Touren durch die Landschaften Sachsen-Anhalts planen können. Für die Vermarktung des Reiselandes Sachsen-Anhalt arbeitet das Ministerium eng mit der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH zusammen.

Rund 80 Prozent der Bevölkerung Sachsen-Anhalt leben im ländlichen Raum. Das Referat für integrierte ländliche Entwicklung im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie fördert die aktive Innenentwicklung der Dörfer, um die Orte lebenswert zu erhalten. Zu den Förderschwerpunkten zählen neben der Gestaltung dörflicher Freiräume und der Sanierung ortstypischer landwirtschaftlicher Bausubstanz auch die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Hierzu zählen auch die multifunktionalen ländlichen Wege sowie Rad- und Wanderwege, die als Teil des ländlichen Wegenetzes den Radverkehr außerhalb der Städte und somit die Vernetzung der Gemeinden fördern.

Nicht zuletzt sind die Landkreise, die kreisfreien Städte und Gemeinden zu erwähnen, die vor Ort auf regionaler und lokaler Ebene Radverkehrsnetze planen und umsetzen. Sie sind zuständig für die straßenbegleitenden Radwege an Kreis- und Gemeindestraßen, für den Bau und die Unterhaltung von touristischen Radrouten sowie für frei geführte Radwegeverbindungen innerhalb der Kommune.

Auf der Bundesebene wird die Weiterentwicklung und Verbesserung des Radverkehrs im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur durch ein eigenes Fachreferat zum Beispiel mit dem Nationalen Radverkehrsplan, Förderprogrammen, Erhebungen und Befragungen, eigenen Projekten und der Unterstützung von Forschungsarbeit vorangetrieben.


Radtourismus

In Sachsen-Anhalt gibt es 18 überregionale Radwanderwege. Dazu zählen so bekannte und beliebte Routen wie der Elberadweg, der Saale-Radweg, der Europaradweg R1/D3, der Altmark-Rundkurs oder die Gartenreichtour „Fürst Franz“ sowie 49 weitere regionale touristische Radrouten. Die Vermarktung des Reiselandes Sachsen-Anhalt erfolgt federführend durch das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung, welches dabei eng mit der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG) zusammenarbeitet.

Unter www.naturfreunde-erleben.de finden Sie einen Radroutenplaner für Sachsen-Anhalt sowie Informationen zu den 18 überregionalen Radwanderwegen im Land. Der Routenplaner ist ein Angebot des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung. Mehr erfahren


Radweg Deutsche Einheit

Der Radweg Deutsche Einheit (RDE) führt auf bestehenden Radwegen vom ehemaligen Regierungssitz Bonn durch sieben Bundesländer in die Bundeshauptstadt Berlin. In Sachsen-Anhalt verläuft er auf der R1/D3-Route des Europaradweges. Entlang der Route befinden sich vielfältige Zeugnisse deutsch-deutscher Geschichte, unter anderem das Brockenmuseum Wernigerode, die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und das Grenzdenkmal Hötensleben. 

Der RDE wurde am 30. September 2015 zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit ins Leben gerufen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert die Ausstattung und die öffentliche Verbreitung des RDE, unter anderem mit Radstätten, Beschilderung sowie Onlinemedien. Mehr erfahren


Fahrradakademie – Fortbildung, Information, Vernetzung

Die Fahrradakademie am Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) ist ein Projekt des Nationalen Radverkehrsplans 2020. Sie dient der Fortbildung, Information und Vernetzung der handelnden Akteure in der Radverkehrsförderung. Die Fahrradakademie besteht seit 2007 und wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Zusätzliche Unterstützung erhält die Akademie vom Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie vom Deutschen Städtetag. Die Veranstaltungsformate und –inhalte werden ausgehend von den Interessen und Bedürfnissen der Seminarteilnehmerinnen und –teilnehmer stetig weiterentwickelt. Angeboten werden ein- bis mehrtägige Seminare in ganz Deutschland, Workshops sowie Exkursionen. Mehr erfahren


Vela - Der Radwege-Chatbot

Vela - der Radwege-Chatbot ist ein gemeinsames Pilotprojekt des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr und der Govii UG, einem Unternehmen der TELEPORT-Gruppe. Vela bietet einen unkomplizierten Zugang zu geplanten Radwegen an Bundes- und Landesstraßen in Sachsen-Anhalt. Die Datenbasis bilden die aktuellen Radwegebedarfspläne.

Im zunächst zweijährigen Testzeitraum sollen Praxiserfahrungen gesammelt und der Chatbot Stück für Stück verbessert und erweitert werden. Hierfür bitten wir Sie um Ihre Mithilfe. Testen Sie Vela, stellen Sie Fragen und berichten Sie von Ihren Erfahrungen. Sie erreichen die Mitarbeiter der Pressestelle des Verkehrsministeriums unter dieser E-Mail-Adresse: presse(at)mlv.sachsen-anhalt.de.

Was Vela beispielsweise (noch) nicht geben kann, sind Auskünfte über schon vorhandene Radwege an Landes- und Bundesstraßen. Auch über Radwege in Städten und Gemeinden sowie touristische Radwege liegen keine Informationen vor.


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Radverkehr in Sachsen-Anhalt (nicht barrierefrei)

Kontakt

Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr
Referat "Verkehrsstrategie, Alternative Mobilitätskonzepte"

Turmschanzenstraße 30
39114 Magdeburg

Telefon: 0391 567 – 01
E-Mail: radverkehrskoordination(at)mlv.sachsen-anhalt.de