Schienengüterverkehr

Die Ansprüche an den Schienengüterverkehr wachsen. Pünktlichkeit und Flexibilität sind wie beim Straßengüterverkehr oberstes Gebot. Unabhängig davon, ob es sich um hochwertige Industrie- oder Konsumgüter handelt, Versender und Empfänger erwarten bei ihrem Transport auf der Schiene eine hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit.
Die Streckenlänge des Schienennetzes im Land umfasst gegenwärtig knapp 2.000 Kilometerder Deutsche Bahn Netz AG und 1.115 Kilometer nichtbundeseigene Eisenbahnen, von denen cirka 800 Kilometer ausschließlich für den Güterverkehr genutzt werden und davon wiederum 226 Km öffentlich zugänglich sind. Die Netzflächendichte liegt mit 18,3 Streckenkilometer pro 100 Quadratkilometer über dem Durchschnitt der neuen Bundesländer und erreicht auch weltweit einen der höchsten Werte für ein Land.

Die meisten Transporte werden gegenwärtig durch die
Railion Deutschland AG 
abgewickelt. Jedoch bestehen auch gute Chancen für kleinere Eisenbahnunternehmen im Markt des Schienengüterverkehrs erfolgreich zu bestehen. In Sachsen-Anhalt sind 16 Eisenbahnverkehrsunternehmen aktiv am Schienengüterverkehrsmarkt tätig.

Den gestiegenen Anforderungen wird das Land durch folgende Maßnahmen gerecht:
- weitere Elektrifizierung von Strecken
- Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit
- zweigleisiger und bedarfsgerechter Ausbau von Strecken
- Vermeidung des Rückbaus an der Schieneninfrastruktur

Von besonderer Bedeutung für die Entwicklung des Schienengüterverkehrs für Sachsen-Anhalt und für den mitteldeutschen Raum ist im Rangierbahnhof Halle/Saale die Modernisierung der Zugbildungsanlage (ZBA) Halle. Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 100 Millionen Euro bildet sie die Grundlage für einen langfristig effizienten Einzelwagenverkehr.
Der Ausbau des Eisenbahnknotens Magdeburg mit der wichtigen Zugbildungsanlage Magdeburg-Rothensee muss weiter unterstützt werden, da insbesondere der Bahnhof Magdeburg-Rothensee ein wichtiges Bindeglied für den Hafen Magdeburg und den Schienengüterverkehr in Sachsen-Anhalt darstellt.

Die 90 öffentlichen beziehungsweise kundenbezogenen Güterverkehrsstellen, der Rangierbahnhof in Halle, der weiter ausgebaut wird, die Zugbildungsanlage in Magdeburg-Rothensee sowie der für die Chemieindustrie wichtige Güterbahnhof Großkorbetha bilden das Rückrat des Schienengüterverkehrs.

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