Binnenschiffsgüterverkehr

Das Binnenschiff ist im Vergleich zur Güterbahn und zum Lastkraftwagen ein umweltfreundliches Verkehrsmittel. Seine herausragenden Vorteile liegen im geringen spezifischen Energieverbrauch, das Verhältnis Binnenschiff zu Bahn  zu Lastkraftwagen beträgt 1 zu 1,35 zu 3,24, geringen Schadstoffabgaben, minimaler Lärmentwicklung und einer hohen Verkehrssicherheit. Die Elbe als internationale Wasserstraße sowie die Kanäle sind Bestandteile des Transeuropäischen Verkehrsnetzes.
Mit den Häfen Magdeburg, Aken und Dessau-Roßlau an der Elbe, Haldensleben am Mittellandkanal und Halle an der Saale gibt es im Land fünf bedeutende Häfen, die zugleich Schnittstellen des trimodalen Güterverkehrs sind.
Der Schiffsgüterumschlag in den Häfen und an den Verladestellen des Landes verzeichnet gegenüber 2000 einen Zuwachs von 17,7 Prozent. Beispielsweise hat sich der Umschlag im Bereich des Mittellandkanals seit Verkehrsfreigabe des Wasserstraßenkreuzes im Oktober 2003 um fast zwei Millionen Tonnen erhöht. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Container-, Schwergut- und Projektladungsverkehr an Bedeutung gewinnt.

Das Land fordert vom Bund die Fertigstellung des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nummer 17 (Wasserstraßenverbindung Rühen – Magdeburg – Berlin mit Neubau Hafenschleuse Magdeburg) sowie des Schleusenkanals Tornitz/Saale ohne Verzögerung.

In den vergangenen Jahren haben sich entlang der Saale rund 30 Unternehmen angesiedelt, die den Fluss als Transportweg nutzen wollen. Laut einer Schätzung könnten bei verbesserter Schiffbarkeit der Saale Transporte mit einem Volumen von jährlich mehr als zwei Millionen Tonnen von der Straße auf den Wasserweg verlagert werden. Das entspricht gut 73.000 Lkw-Ladungen.

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