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Mehr als 330 Fahrzeuge räumen und streuen im Winter Sachsen-Anhalts Straßen

Sachsen-Anhalts Straßen- und Autobahnmeistereien sind für den Winter gerüstet

„Insgesamt stehen rund 330 Räum- und Streufahrzeuge bereit, um die Straßen in unserem Land schnee- und eisfrei zu halten“, sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel heute in Magdeburg. Rund 28.000 Tonnen Streusalz und knapp 1.800 Tonnen Sole lagerten in den Hallen und Silos der Meistereien. Auf einer Länge von fast 150 Kilometern werden Webel zufolge in den nächsten Wochen Schneezäune aufgestellt. „Wenn es darauf ankommt, stehen rund 765 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung. Darunter sind Einsatzkräfte, die in Spitzenzeiten zur Verstärkung hinzugezogen werden können“, erklärte der Verkehrsminister.

„Sie alle sind hoch motiviert und tun alles, um die Straßen optimal zu räumen und zu streuen. Unmögliches kann aber niemand leisten. Und ohne Rücksicht aller Verkehrsteilnehmer auf die Räum- und Streufahrzeuge funktioniert ein guter Winterdienst nicht“, betonte Webel. So könne trotz aller Vorkehrungen bei starkem Schneefall und Eisglätte nicht immer und überall im Land gleichzeitig geräumt und gestreut werden, gab der Minister zu bedenken. Bei extrem winterlichen Verhältnissen, die dann auch noch lange anhalten, könnten die Einsatzkräfte auch einmal an ihre Grenzen stoßen, fügte er hinzu. Gerade nachts ist es nach Webels Worten ein harter Job für die Fahrzeugführer. Darum sollten alle Verkehrsteilnehmer Verständnis dafür haben, dass zeitweilige Behinderungen auf den Straßen nicht gänzlich zu vermeiden seien.

15 Tonnen Feuchtsalz je Autobahnkilometer

So wie die Betriebsdienste müssten sich eben auch die Autofahrer auf den Winter einstellen, forderte der Minister. „Ich appelliere daher an alle Kraftfahrer, ihre Fahrzeuge unbedingt wintertauglich auszurüsten und das Fahrverhalten der jeweiligen Situation, nämlich Schnee und Eis, anzupassen“, betonte er. Vor allem Kurven, Anstiege und Strecken mit Gefälle verlangten im Winter größere Aufmerksamkeit und eine der Glättegefahr angepasste Fahrweise. Auch auf Brücken und in schattigen Waldstrecken ist besondere Vorsicht geboten. Oft bringen bereits einzelne liegengebliebene Fahrzeuge den gesamten Verkehr zum Stillstand. „Dann müssen unbedingt Gassen für den Winterdienst freigehalten werden, damit rasch geräumt und gestreut werden kann“, erklärte Webel und erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die Vorschrift zur Bildung einer Rettungsgasse.

In der zurückliegenden Winterdienstperiode 2018/2019 wurden auf den vier- bzw. sechsspurigen Autobahnen durchschnittlich knapp 15 Tonnen Feuchtsalz je Kilometer ausgebracht. Auf Bundesstraßen waren es gut neun, auf Landesstraßen knapp elf Tonnen. Insgesamt wurden etwa 4,7 Millionen Euro für Streustoffe, also Streusalz und Sole, ausgegeben. Das Land ist für den Winterdienst auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen (mit Ausnahme der Ortsdurchfahrten in Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau) zuständig. Dazu kommen die Kreisstraßen in den Landkreisen Mansfeld-Südharz, Jerichower Land und Wittenberg. Für die Beräumung des überwiegenden Teils der Kreis- und kommunalen Straßen dagegen sind die Landkreise und die jeweiligen Gemeinden selbst verantwortlich. Schneezäune werden an 27 Kilometer Bundesautobahnen, 59 Kilometer Bundesstraßen, 56 Kilometer Landesstraßen und 7 Kilometer Kreisstraßen aufgestellt.