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EU fördert Erforschung intelligenter Verkehrssysteme mit 6,5 Millionen Euro

Die Europäische Union stellt insgesamt rund 6,5 Millionen Euro Fördergeld für die Entwicklung eines intelligenten Verkehrssystems bereit.

Die Europäische Union stellt insgesamt rund 6,5 Millionen Euro Fördergeld für die Entwicklung autonomer, automatisierter und miteinander vernetzter Elemente eines intelligenten Verkehrssystems bereit. "Sachsen-​Anhalt wird damit Dank Unterstützung der EU zum Vorreiter bei der wissenschaftlichen Erprobung von Mobilitätslösungen für die Zukunft", erklärte Landesverkehrsminister Thomas Webel am 3. Juli bei der Übergabe der Bewilligungsbescheide für die von der Otto-​von-Guericke-Universität Magdeburg betreuten Projekte.

"Wir wollen den Raum rund um die Landeshauptstadt zur Modellregion für Intelligente Mobilität entwickeln", betonte Webel. Mit den zu einhundert Prozent aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stammenden Fördermitteln werden insgesamt vier Forschungsvorhaben finanziell unterstützt. "Uns steht ein schon jetzt spürbarer Wandel von Mobilität und Verkehr bevor", sagte der Minister. Nur zusammen mit der Wissenschaft könnten dafür die Weichen gestellt werden.

Intelligenter Mobilitätsraum

Im Mittelpunkt der geförderten Forschungsprojekte stehen nach Webels Worten autonomes Fahren, Elektromobilität sowie der Verleih von Fahrrädern und Elektrokleinstfahrzeugen, ein vernetzter öffentlicher Personennahverkehr, Carsharing, Robotik und Künstliche Intelligenz. "Hier werden die Grundlagen erforscht, um Verkehre und Verkehrswege künftig besser und intelligenter aufeinander abstimmen zu können", hob der Minister hervor. Allein 4,2 Millionen Euro seien für das Forschungsprojekt "AuRa - Flexibler Einsatz autonomer Lasten-​Fahrradsysteme" eingeplant.

Die wissenschaftlichen Aktivitäten würden thematisch im neuen forschungsstrategischen Schwerpunkt "Intelligenter Mobilitätsraum" gebündelt, den die Otto-​von-Guericke-Universität Magdeburg zusammen mit weiteren wissenschaftlichen Institutionen in Magdeburg identifiziert habe, erläuterte Professor Andreas Wendemuth vom Lenkungskreis "Intelligente Mobilität" der Uni Magdeburg bei der Förderbescheidübergabe. "Das zukunftsweisende Konzept des Intelligenten Mobilitätsraums Region Magdeburg befördert außerdem die Kooperation mit ÖPNV-​Verbünden, Logistikdienstleistern, Kommunen und anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren und ist aktiv vernetzt mit Fachorganisationen", fügte Wendemuth hinzu.